Was tun bei Mauke?

Problemfall Mauke: Ursachen, Behandlung und Vorsorge

Zur Zeit erhalten wir vermehrt Anfragen zum Thema Mauke. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen hier einige Informationen zu dieser Problematik geben. Außerdem möchten wir über manche noch immer hartnäckig verbreitete aber dennoch falsche Aussagen aufklären.

Was ist Mauke?

Mauke bei Pferden zeigt sich in erster Linie durch geschwollene, verkrustete und schorfige Bereiche in der Fesselbeuge. Aus diesem Grund bezeichnet man Mauke auch häufig als „Fesselekzem“. Im fortgeschrittenen Stadium können auch offene, entzündete Stellen auftreten. Diese Bereiche können sich in extremen Fällen über die Hälfte des Beines ausbreiten.

Woher kommt die Mauke?

Bei Mauke handelt es sich um bakterielle Hautentzündungen bei Pferden. Noch immer wird fälschlicherweise häufig angenommen, dass der Hauptgrund ein matschiger Auslauf ist. Aber der feuchte Boden kann Mauke zwar verschlimmern, der primäre Auslöser der Erkrankung ist jedoch an anderer Stelle zu suchen. (Vergleichen Sie hierzu auch Edward C. Straiton -Pferdekrankheiten erkennen und behandeln / BLV und Dr. med.vet. Sylvia Koslowsky -Pferdekrankheiten / Kosmos und Dr. Florian Geburek -Dissertation)

Die Ursachen für Mauke sind in einem geschädigten Stoffwechsel der Pferde begründet. Mauke tritt auf, wenn die Darmflora und das Immunsystem geschwächt sind. Häufig sind zudem Leber und Nieren überlastet, sodass der Entgiftungsprozess im Körper der Pferde nicht mehr reibungslos funktioniert.

Hierbei können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.

  • Überversorgung mit Eiweißen, Stärke und Zucker z.B. durch Kraftfutter oder lange Weidezeiten
  • Unterversorgung an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen
  • Parasiten (z.B. Würmer oder auch Milben)
  • Stress, wie Stallwechsel, Reisen, Turniere oder Shows
  • Futterumstellungen und hierdurch geschädigte Darmflora

Bestimmte Pferderassen sind anfälliger für Mauke

Es gibt Pferderassen, die anfälliger für Mauke sind. Ein langer Fesselbehang, wie beispielsweise bei Tinkern, kann die Ausbildung der Mauke begünstigen, ist aber nicht der Hauptgrund dafür. Allerdings reagieren diese maukeanfälligen Pferde oft sehr sensibel auf Futterbestandteile wie Stärke, Zucker und Eiweiße.

Was tun, wenn Mauke-Stellen sichtbar werden?

Die Fütterung umstellen

1. Kraftfutter deutlich reduzieren

Zunächst sollte die Fütterung von Kraftfuttern deutlich reduziert werden. Dies gilt auch für getreidefreies Pferdefutter. Der Grund: zu hohe Kraftfuttergaben belasten die Leber, die Nieren und den Verdauungsstoffwechsel. Der Entgiftungsstoffwechsel von Leber und Nieren wird gestört. Auch kann die Darmflora bei zu hohem Stärke- oder Eiweißanteil in der Futterration die benötigten Nährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente nicht mehr ausreichend aufnehmen.

2. Keine Leckerlis und kein Brot!

Leidet ein Pferd unter Mauke, verzichten Sie unbedingt auf die Gabe von Brot oder Leckerlis, um die Verdauung nicht unnötig zu belasten.

3. Besonnener Umgang mit den Weidezeiten und Grünfutter

Auch der richtige Umgang mit Weideart und -zeiten hat großen Einfluss bei Pferden mit Mauke-Neigung.

  • Kurzes Weidegras und ein hoher Anteil an eiweiß- und fruktanreichen Gräsern begünstigen die Entstehung von Mauke.
  • Spät  geerntetes Heu, artenreiches und fruktanarmes Weidegras (mit einer Länge von 25 cm und länger) oder Stroh wirkt dagegen positiv auf den Stoffwechsel und den Entgiftungsprozess.

4. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien

Der Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sollte möglichst optimal gedeckt werden. Hierbei empfiehlt es sich, ein hochwertiges und ausgewogenes Mineralfutter zu füttern. Einzelne, hoch dosierte Zusatzpräparate können schnell zu einer Überversorgung führen, was wiederum Leber und Nieren zusätzlich belastet.

Futtertipp:

  • ISMO-PLUS-M
    Ist unser pelletiertes Mineralfutter mit gesunden und schmackhaften Kräuter, Algen und Bierhefe. Es bietet die optimale Versorgung mit Mineralstoffen zusätzlich zum vorhandenen Pferde-Grundfutter.

Weiterhin kann auch ein Öl mit einem hohen Anteil an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren den Stoffwechsel und das Immunsystem unterstützen. Hierzu zählen insbesondere kaltgepresstes Leinöl, Fischleber- oder Traubenkernöl.

Futtertipp:

  • Leinöl
    Unser hochwertiges, kaltgepresstes Leinöl enthält viel Linol-und Linolensäure, die zahlreiche Funktionen des Pferde-Stoffwechsels unterstützen
  • PFERDEFIT – Lebertran für Pferde
    Dieses hochwertige Fischleberöl für Pferde  enthält viele natürliche Vitamine und ungesättigte Fettsäuren - ideal zur Stärkung der pferdeeigenen Abwehrkräfte.

 

Um Ihr Pferd bedarfsgerecht versorgen zu können, sollte im Vorfeld die komplette Futterration des Pferdes genau überprüft werden. Gerne stehen wir Ihnen hierbei mit Rat und Tat zur Seite.

5. Kräuter zur Unterstützung des Stoffwechsels

Bei hartnäckiger Mauke empfehlen wir eine kurweise Zufütterung von Kräutern oder Ergänzungsfuttermitteln, die das Immunsystem stärken und den Entgiftungsstoffwechsel von Leber und Nieren unterstützen. Gerne beraten wir sie hierzu individuell, um eine Über- oder Fehlversorgung zu vermeiden.

Futtertipp:

  • ISMO-EK
    Dieses bewährte Kräuter-Pferdefutter dient der Unterstützung im Fellwechsel und bei Hautproblemen von Pferden -  alle enthaltenen Kräuter werden naturbelassen verarbeitet.

Infektionsrisiken vermeiden

Zusätzlich zu der bedarfsgerechten Fütterung sollte das Infektionsrisiko für die Haut des Pferdes weitestgehend vermieden werden. Dies bedeutet vor allem, dass die betroffenen Pferde auf möglichst trockenem Untergrund stehen. Matschige Paddocks und Feuchtigkeit in den Fesselbeugen bieten einen optimaler Nährboden für Keime und Bakterien.

Die äußere Behandlung der betroffenen Stellen

Die von Mauke betroffenen Hautpartien können vorsichtig mit Jod- oder Kernseife abgewaschen werden. Diese Behandlung sollte nicht zu häufig angewendet werden, um die Pferdehaut nicht zusätzlich zu reizen. Die vorhandenen Krusten sollten keinesfalls „mit Gewalt“ entfernt werden, da so leicht Keime in die Wunden gelangen und diese die Entzündungen noch verschlimmern.

Weiterhin können spezielle Wund-Salben (z.B. Jodsalben) auf den entzündeten Hautbereichen lindernd wirken. Reine Zink-Salben helfen meist nur wenig, da die Pferdehaut das enthaltene Zink nicht entsprechend aufnehmen kann.

Mauke und Parasitenbefall

Falls parallel zu der Mauke auch Parasiten- bzw. Milbenbefall vorliegt, muss unbedingt professionell behandelt werden. Da Parasiten den Heilungsprozess der Mauke erheblich erschweren, sollte hier auch ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

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