Tipps für eine fitte Pferdeweide

Wissenswertes rund um pferdegerechtes Weideland

Weideflächen müssen sich entwickeln können - Umbruch vermeiden

Umbruch sollte immer sehr gründlich überlegt werden. Grünflächen benötigen viele Jahre um einen standortgerechten Bestand zu entwickeln. Ein Umbrechen der Pferdeweide stört die Entwicklung der Weidefläche erheblich und bei einer nicht pferdegerechten Beratung wird oft das falsche Saatgut für die Neuansaat gewählt.

Unerwünschte Pflanzen tauchen auf

Auch ein häufiges Problem: Bei Neuansaat auf ehemaligen Ackerflächen zeigen sich nach anfänglich gutem Aufgang der ausgesäten Gräser manchmal unerwünschte und nicht bekannte Pflanzen, die den gesamten Bestand zu überwuchern drohen.

Diese Pflanzen sind nicht als Samen im ausgebrachten Pferdeweide-Saatgut versteckt! Vielmehr schlummern sie oft schon über viele Jahre im Boden. Da sie nun nicht mehr mit Herbiziden bekämpft werden und das junge Gras noch nicht gut genug bestockt* sein kann, um die widerstandsfähigen „Ackerunkräuter“ niedrig zu halten, fangen diese an zu wuchern und zu wachsen.

* Definition "Bestockung ": Büschel, Seitentriebe bilden

Entfernung unerwünschter Pflanzen auf der Pferdeweide

Um diese störenden Pflanzen zu entfernen, muss die Fläche mit einem leichten Mähgerät bei etwa 10-15 cm hohem Bestand hoch abgemäht werden. Das Mähgut sollte entfernt werden. Durch diese Maßnahme wird das unerwünschte Kraut in seiner Entwicklung gestört und die erwünschte Weidepflanzen können wachsen.

Beim Aufgang von starkem Kleewuchs auf der Pferdewiese verhält es sich ähnlich. Zusätzlich ist zu bemerken, dass bei intensiver Kalkung Kleewuchs extrem gefördert wird. Klee kann entfernt werden durch:

  • spritzen
  • extrem kurzes Abmähen
  • durch „Überdüngung“ mit Stickstoff (ca. 80 kg N-Stickstoff / ha). Dies stört jedoch auch die guten Kräuter in ihrer Entwicklung

Grundsätzlich: Bei der Unterdrückung unerwünschter Pflanzen ist Handarbeit immer noch die schonendste Methode für die Weide. Mit dem Einsatz von „Spritzmitteln“ sollte äußerst vorsichtig umgegangen werden. Auch dürfen diese häufig nur von Fachleuten (z.B. Landwirten) angewendet werden!

Weide und Heu: bestes Grundfutter

Es sei ausdrücklich betont, dass eine ausgewogene Weide im Sommer und gutes Heu im Winter das beste Grundfutter für Pferde ist. Allerdings müssen Pferde “sehr genügsamer Rassen” in ihren Ursprungsländern für jeden nahrhaften Grashalm viele Meter, manchmal sogar Kilometer, laufen. Deshalb dürfen diese Pferde auch die beste und vielfältigste Pferdeweide nur in Maßen, also ggf. nur stundenweise genießen.

Grünland d.h. Mähwiesen und Pferdeweiden sollten in jedem Fall nicht nur aus einigen wenigen Gräsern oder gar nur aus einer Grasart bestehen. Das Zusammenspiel verschiedener Gräser und einiger Kräuter macht ein gutes und für Pferde gesundes Grünland aus. So werden einige negative Eigenschaften bestimmter Gräser ausgeglichen.

Richtig ist, daß bestimmte Gräser hohe Gehalte an Zucker in Form von Fruktanen speichern. Manche Gräser können auch Allergien bei Pferden auslösen. Diese Erkenntnisse sollten aber nicht zu Panik führen, sondern dazu anregen, die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen.

Gute Gräser! Schlechte Gräser? Wertvolle Pferdeweide-Pflanzen

Hier finden Sie eine Auswahl von empfohlenen Gräser auf Pferdeweiden – empfohlen auch zum Beispiel von Dr. Vanselow und der norddt. Landwirtschaftskammer:

  • Wiesen-Rispengras

    • wichtiges Weide- und Wiesengras, sehr hoher Futterwert

  • Knaulgras

    • für trockene, mäßig feuchte Wiesen, guter Rohfaser-Lieferant

  • Rotschwingel

    • für alle Gebiete, nicht dürrefest, mittlerer Futterwert

  • Wiesenschwingel

    • für frisches, wechselfeuchtes Grünland

  • Wiesen-Lieschgras

    • für den Futteranbau, gutes Pferdeheu

  • Wiesen-Fuchsschwanz

    • für reiche, feuchte Wiesen, bei Selbstaussaat Anzeige für Überdüngung

  • Deutsches Weidelgras

    • wichtiges gehaltvolles Futtergras, hoher Stickstoffbedarf

  • Welsches Weidelgras

    • für den Futteranbau

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Bildquelle: Kräuterwiese

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