Warum Pferde im Winter häufiger husten
Mit Beginn des Winters und der jährlichen Aufstallung reagieren viele Pferde empfindlich: Sie beginnen zu husten, zeigen Atembeschwerden oder reagieren stärker auf Staub. Geschlossene Räume, trockene Stallluft und veränderte Fütterung sind typische Ursachen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Pferd unterstützen können – inklusive geeigneter Kräuter und Ergänzungsfuttermittel von der Kräuterwiese.
Weidehaltung vs. Stallhaltung im Winter
Darum reagieren die Atemwege der Pferde sensibel
Während der Weidehaltung sind Pferde ständig an der frischen Luft. Die Atemwege profitieren von Luftbewegung, höherer Feuchtigkeit und einer nahezu staubfreien Umgebung.
Mit der Stallhaltung im Winter verändert sich dieses Umfeld jedoch deutlich: Die Luft ist trockener, es entsteht mehr Staub durch Heu und Einstreu, Reizstoffe wie Ammoniak können sich stärker konzentrieren und gleichzeitig bewegt sich das Pferd weniger – der Schleimabtransport aus den Atemwegen wird erschwert.
Typische Ursachen für hustende Pferde im Winter
- erhöhte Staubbelastung im Stall
- trockene oder schlecht belüftete Boxen
- eingeschränkte Bewegung
- empfindliche oder vorgeschädigte Bronchien
- allergische Reaktionen auf Staub oder Schimmelsporen
- Immunschwäche durch Witterungswechsel und Stress
Hinweis: Hat Ihr Pferd über 39 °C Fieber, sollte auf jeden Fall ein Tierarzt hinzugezogen werden!
Soforthilfe für hustende Pferde
Bereits kleine Anpassungen im Stallalltag können die Atemwege spürbar entlasten. Ziel ist es, die Staubbelastung zu reduzieren, die Stalluft zu verbessern und die (natürliche) Abwehrkraft der Tiere zu unterstützen.
Staub vermeiden heißt Husten vermeiden – praktische Maßnahmen
- Stall regelmäßig lüften (Fenster und Türen öffnen)
- staubarmes Heu füttern oder Heu vor dem Füttern “draußen im Wind” ausschütteln
- staubarme oder staubfreie Einstreu verwenden
- Hallenboden bei Bedarf wässern
- tägliche Bewegung an der frischen Luft einplanen
Inhalation und bei Pferden mit leichtem Husten
Leichter oder gelegentlicher Husten lassen sich oft bereits mit sanften Maßnahmen lindern. Gerade in den ersten Tagen der Aufstallung reagieren viele Pferde empfindlicher, sodass eine gezielte Unterstützung der Atemwege sinnvoll sein kann. Eine einfache Möglichkeit ist zum Beispiel eine Kräuterdampf-Inhalation.
Geeignete Kräuter für die Inhalation
Für eine schonende Inhalation haben sich zum Beispiel Kamille und Fenchel bewährt.
- Getrocknete Kamille wird traditionell eingesetzt, um gereizte Atemwege zu beruhigen,
- während Fenchel den Schleimabtransport unterstützen kann.
Dazu werden die Kräuter mit heißem Wasser übergossen, und das Pferd kann den aufsteigenden Dampf einatmen. Diese Anwendung lässt sich – je nach Verträglichkeit und Möglichkeit vor Ort – mehrmals täglich wiederholen.
Unterstützung der Bronchien durch Fütterung
Kräuterfutter und Ergänzungsfuttermittel für die Atemwege
Wenn der Husten stärker ausgeprägt ist oder das Pferd dauerhaft sensibel auf Staub reagiert, können gezielte Kräutermischungen und Bronchialfutter die Bronchien entlasten. Sie unterstützen die Atemfunktion, fördern die Schleimlösung und können den Organismus in der (staubintensiven) Winterperiode zusätzlich unterstützen.
Ismovit - die erste Wahl bei beginnendem Husten
Diesen Spezialfutter für Pferdeenthält Isländisch Moos, Huflattich und Spitzwegerich als bekannte Hustenkräuter und Brennnessel zur Stärkung der Abwehrkräfte. Die Bronchien vertragen besser die veränderten Bedingungen, die Empfindlichkeit gegenüber Staub und Kälte, die Atmung und damit auch der Sauerstoffaustausch werden verbessert. Durch Karottenmehl und Dinkelspelz wird Ismovit Pelletfutter besonders schmackhaft für die Pferde.
Cetracum – Pelletierte Bronchialkräuter
Das Bronchialfutter Cetracum enthält eine abgestimmte Mischung aus 100 % Bronchialkräutern, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen bzw. verstärken, mit einem hohen Anteil an Isländisch Moos, ohne Zusatz von Dinkelspelz.
Dadurch ist es sehr konzentriert und eignet sich für Pferde mit hoher Empfindlichkeit der Atemwege und hartnäckigem Husten. Dank der Pelletform lässt es sich einfach dosieren und mit dem Krippenfutter kombinieren.
Vitamin E – Meisterklasse für Pferde in den Wintermonaten
Was viele Pferdehalter nicht wissen: Vitamin E ist entscheidend für den Schutz der Zellmembranen und damit unentbehrlich für die Struktur und Funktion zahlreicher Gewebe. Es bewahrt empfindliche Stoffe wie Vitamin A und ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation und trägt somit wesentlich zur Stabilität des Stoffwechsels bei.
Ein Mangel an Vitamin E zeigt sich äußerlich häufig durch Muskelabbau. Weniger sichtbar, aber ebenso relevant, ist eine mögliche Schwächung von Herz- und Skelettmuskulatur. Auch die Bildung von Antikörpern kann beeinträchtigt sein, was die allgemeine Widerstandskraft des Pferdes reduziert und es anfälliger für Belastungen macht.
Besonders in der Stallperiode wird die Versorgung mit Vitamin E kritisch, da der natürliche Gehalt im Heu mit der Lagerdauer deutlich abnimmt. Während der Aufstallung sollte deshalb unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin E geachtet werden!
Eine bedarfsgerechte Ergänzung kann dazu beitragen, dass Pferde den Winter besser durchstehen und weniger empfindlich auf äußere Reize wie Staub oder klimatische Veränderungen reagieren.
» Pferdefutter-Pellets mit Vitamin E
FAQ – Häufige Fragen zum Pferdehusten im Winter
1. Warum hustet mein Pferd nach der Aufstallung?
Nach der Aufstallung ändern sich Luftqualität, Feuchtigkeit und Staubbelastung im Stall deutlich im Vergleich zur Weidehaltung. Diese Umstellung kann die Atemwege reizen und Husten auslösen.
2. Ist leichter Husten nach dem Einstallen normal?
Ein leichter, vorübergehender Husten in den ersten Tagen der Aufstallung kommt bei vielen Pferden vor. Hält der Husten an oder verschlimmert sich, sollte die Situation genauer beobachtet und bei Bedarf der Tierarzt konsultiert werden.
3. Welche Maßnahmen helfen sofort?
Frischluft, staubarmes Heu, eine möglichst staubfreie Einstreu und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft gehören zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen. Ergänzend können Kräuterfuttermittel die Atemwege unterstützen.
4. Welche Kräuter helfen bei Atemwegsproblemen?
Häufig eingesetzt werden Isländisch Moos, Fenchel, Kamille, Brennnessel und Hagebutten. Sie können je nach Produkt als Einzelkräuter oder in abgestimmten Mischungen verfüttert werden.
5. Was tun bei starkem oder anhaltendem Husten?
Bei starkem, langanhaltendem oder mit Fieber verbundenem Husten sollte stets ein Tierarzt hinzugezogen werden. Ergänzend können Produkte wie Ismovit oder Cetracum zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt werden.
6. Kann Bewegung den Husten verbessern?
Ja, leichte bis moderate Bewegung unterstützt den Schleimabtransport aus den Atemwegen und kann dazu beitragen, Husten zu lindern – vorausgesetzt, der Allgemeinzustand des Pferdes ist stabil und es zeigt keine Anzeichen von Atemnot.
7. Woran erkenne ich Staubempfindlichkeit bei Pferden?
Typisch sind Hustenanfälle beim Füttern von Heu, beim Aufschütteln von Einstreu oder in schlecht belüfteten Ställen. Manche Pferde reagieren zudem mit verstärktem Nasenausfluss.
8. Was unterscheidet Stall- und Weidehaltung für die Atemwege?
Auf der Weide atmet das Pferd überwiegend frische, feuchte Luft ein, während im Stall trockene Luft, Staub, Ammoniak und andere Reizstoffe in höherer Konzentration auftreten können. Das macht die Atemwege in der Stallperiode besonders empfindlich.
9. Wann sollte ein Tierarzt kommen?
Ein Tierarztbesuch ist ratsam, wenn Husten mit Fieber, Atemnot, schlechter Futteraufnahme oder deutlich verändertem Allgemeinbefinden einhergeht oder wenn der Husten des Pferdes über mehrere Tage hinweg anhält.
10. Wann sollte mit einer Zufütterung von Vitamin-E begonnen werden?
Der Gehalt von Vitamin E im Heu sinkt ab Dezember drastisch. Deshalb empfiehlt es sich, Vitamin E von Dezember bis zur Weidesaison zuzufüttern.