Der richtige Umgang mit Pferdekräutern

Tipps zur Kräuterfütterung und Lagerung von Kräutern

Frei lebende Pferde konnten sich ihre Nahrung früher in weitläufigen und vielfältig bewachsenen Gebieten auswählen. Sie entschieden ganz nach Bedarf, welche Kräuter gerade gut für sie waren.

Ein so vielfältiges Kräuterangebot wie damals können wir unseren Pferden heute in der Regel weder auf Weideflächen noch im Heu zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund empfehlen wir, wichtige Kräuterpflanzen über die Krippenfütterung zusätzlich anzubieten. So entsteht wieder eine gesunde Vielfalt im Futterangebot.

Die häufigsten Fragen zur Kräuterfütterung von Pferden

Immer wieder werden wir von Kunden gefragt, wie unsere Kräutermischungen und Einzelkräuter richtig gefüttert werden sollten, ob die angebotenen Kräuter vor der Fütterung in bestimmter Weise vorbereitet werden müssen und wie man die “Pferdekräuter” am besten lagert, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Außerdem kommt es manchmal vor, daß das Pferd die angebotenen Kräuter im Futtertrog einfach verweigert.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in diesem Futtertipp ein paar Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Kräuterfütterung liefern.

Was muss ich bei der Pferdefütterung mit Kräutern beachten?

“Pferdekräuter” und deren Inhalts- und Wirkstoffe werden über Leber und Niere verarbeitet. Sollte die Funktion dieser Organe bei Ihrem Pferd beeinträchtigt sein, stimmen Sie die Kräuterfütterung im Vorfeld mit dem Tierarzt ab. 

Was kann ich tun, wenn mein Pferd die Kräuter nicht mag?

Es kommt vor, dass ein Pferd die Kräuter zunächst ablehnt. Vor allem, wenn es diese noch nicht kennt. In dem Fall sollten die Kräuter langsam angefüttert werden. Mischen Sie zunächst nur einen kleinen Teil der Kräuter unter das Krippenfutter und steigern Sie die Dosierung in den nächsten Tagen bis die empfohlene Menge erreicht ist.   

Was ist bei Heilkräutern zu beachten?

Manche Kräuter, die als Heilkräuter (ähnlich wie ein Medikament) wirken und auch als solche gegeben werden, sollten nicht unbedingt dauerhaft gefüttert werden. 

Wir empfehlen solche Kräuter (z.B. Ingwer oder Teufelskralle) nach ca. 6-8 Wochen zunächst wieder abzusetzen. Die meisten können bei erneutem Bedarf jedoch wieder für einige Zeit eingesetzt werden. 

Unsere Kräutermischungen sind so konzipiert, daß sie im Bedarfsfall auch dauerhaft gefüttert werden können. Sie sind Futtermittel und daher vergleichbar mit einer vielfältigen und artenreichen Weide. Eine kleine “Kräuter-Pause” von Zeit zu Zeit empfiehlt sich dennoch, um den Zustand des Pferdes und den daraus resultierenden Bedarf aktuell einschätzen zu können. 

Was ist zu tun, wenn mein Pferd die Kräuter nach einiger Zeit verweigert?

Viele natürlich aufgewachsene Pferde wissen genau, was Ihr Körper gerade benötigt. Dies gilt auch für die Kräuter im Futtertrog. Wenn Ihr Pferd die Kräuter zunächst gerne frisst, sie aber nach einiger Zeit verweigert, sollten Sie auf Ihr Pferd hören und die Kräuter erst einmal absetzen. 

Der Pferdeorganismus braucht dann diese Unterstützung gerade nicht mehr. “Fragen” Sie Ihr Pferd einfach nach einiger Zeit noch einmal, ob es die Kräuter wieder möchte. Es wird sie nehmen, wenn es sie benötigt. 

Wie viele unterschiedliche Kräuter kann ich gleichzeitig füttern?

Grundsätzlich gilt auch bei der Kräuterfütterung von Pferden: weniger ist mehr. Füttern Sie nicht zu viele verschiedene Kräuter gleichzeitig. Auch in fertigen Mischungen sollten nach Möglichkeit nicht zu viele verschiedene Arten eingesetzt werden. 

Es ist aber durchaus möglich zwei passende Mischungen parallel zu füttern, so die Zahl der Einzelkomponenten zusammen gezählt nicht mehr als ca. 10 Pflanzenarten ergibt. Eine Doppelung der Kräuter sollte hierbei vermieden werden.  

Welche Menge an Kräutern ist als Futterzusatz sinnvoll?

In der Natur „naschen“ Pferde ganz gezielt kleine Mengen von bestimmten Kräuterpflanzen. Sie fressen sich nicht satt daran. Deshalb sollten Kräuter auch in der Fütterung wohl dosiert gegeben werden. Eine Fütterungsempfehlung finden Sie direkt bei unseren Produkten im Onlineshop und auf der Verpackung unserer Kräuterfutter.

Ein Kräutertee für Pferde - ist das sinnvoll?

Einige Kräutermischungen können sehr gut als Sud gefüttert werden – zum Beispiel unsere Atemwegskräuter: Dafür wird heißes, nicht kochendes Wasser über die Kräuter gegeben. Wenn diese abgekühlt sind, wird der komplette Sud, also der „Tee“ zusammen mit den eingeweichten Pflanzen, verfüttert. 

Auch ein Aufguss mit kalten Wasser kann sinnvoll sein, um die “Pferdekräuter” beispielsweise äußerlich als Umschlag anzuwenden.

Bei den meisten Kräutern ist es allerdings sinnvoller, diese trocken zu verfüttern. Dies kommt dem natürlichen Fressverhalten am nächsten. (z.B. bei manchen haut-wirksamen Blüten). 

Mit welchen Futtermitteln sollte ich Kräuter nicht mischen?

Stark schleimbildende Futtermittel sind nicht gut geeignet, um diese mit “Pferdekräutern” zu kombinieren. Durch den Schleim kann die Aufnahme der wertvollen Inhaltsstoffe erschwert werden. Zu den angesprochenen Futtermitteln gehören beispielsweise aufgekochte Leinsamen oder sehr “schleimiges” Mash.

Was ist bei der Kräuterfütterung von Turnierpferden zu beachten?

Turnierreiter müssen immer die aktuellen Dopingbestimmungen beachten und im Zweifel die Kräuterfütterung vorsichtshalber mindestens 48 Stunden vor Turnierstart aussetzen. 

Was ist bei tragenden und laktierenden Stuten zu beachten?

Die Fütterung von Kräutern an tragende oder laktierende Stuten sollte im Einzelfall mit einem Ernährungsexperten bzw. dem Tierarzt abgestimmt werden. Die Stute gibt alles, das sie aufnimmt über die Milch an ihr Fohlen weiter. Während der Trächtigkeit können einige Pflanzen sogar eine abtreibende Wirkung haben. 

Können Pferdekräuter Allergien auslösen?

Ja, Kräuter sind Pflanzen und können in seltenen Fällen Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. In diesem Fall müssen die gefütterten Kräuter sofort abgesetzt werden. 

Wie lagere ich Kräuter- und Kräutermischungen am Besten?

Kräuter sollten möglichst dunkel gelagert werden. Ansonsten könnten sie ausbleichen und ihre wertvollen Inhaltsstoffe verlieren. Kräuter müssen unbedingt trocken gelagert werden. Zudem sollten sie keinen starken Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden, da sie sonst “schwitzen” könnten. Die Folge ist, dass die Kräuter verderben oder Schimmelbildung einsetzt.

Wie kann ich Kräuter länger lagern?

Bei längerer Lagerzeit, sollte die Verpackung der Kräuter lichtundurchlässig und luftdicht verschließbar sein. Hierfür bieten sich Dosen oder auch dunkle Glasbehälter an, wie man sie aus Apotheken kennt. Bitte keine Plastikbehälter verwenden, nutzen Sie dann lieber eine einfache, „atmungsaktive“ und blickdichte Papiertüte. 

Nach längerer Lagerung sollten Sie vor dem Füttern prüfen, ob die Kräuter verdorben sind. 

  • Schnuppern Sie an den Kräutern:
    Sie sollten aromatisch duften und nicht muffig riechen.

  • Testen Sie die Konsistenz:
    Die Kräuter sollten sich trocken anfühlen und die Blätter sollten ganz leicht zerbröseln. 


Bildquelle: Fotolia.com

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