Pferdeweide pflegen

So bereiten Sie Ihre Pferdeweide für die Weidesaison vor

Endlich! Die Tage werden wieder länger! Wir können uns nun bald wieder vermehrt unseren Pferdeweiden und Wiesen widmen. Abschleppen, Harken, Walzen. So gibt man der vorhandenen Grasnarbe die Chance zur „Eigenreparatur“. Aber reicht das?

Pferdeweide düngen und nachsäen

Wie jedes Jahr sind zur Beantwortung der Frage nach der bedarfsgerechten Düngung und Nachsaat Ihrer Pferdeweide zuerst andere Überlegungen wichtig:

  • Wieviele Pferde sollen die Weidefläche beweiden?
  • Soll aus der Wiese Heu gewonnen werden?
  • Wie war die Futterqualität im letzten Jahr? Stimmten die Inhaltsstoffe?
  • Hat die Grasnarbe noch eine gute Qualität?
  • Sind unerwünschte Pflanzen in der Fläche?

Weidepflege am praktischen Beispiel

Wir gehen von einer Weidefläche von  2 ha mit sehr hohem Pferdebesatz aus (8 Pferde). Es gibt viele Trittschäden, Geilstellen und „Un“-Kraut. Hier ist es angebracht nachzusäen und zu düngen.

Wird die Pferdeweide dringend benötigt, sollte die Nachsaat erst nach dem ersten Abweiden erfolgen, zumal die Notwendigkeit einer Reparatursaat sich frühestens ab April genauer einschätzen lässt.

Für eine optimale Pflege der Weide sollte im Vorfeld der Düngung, Kalkung und Nachsaat eine Bodenanalyse erstellt werden.

Pferdeweide kalken

Die Ergebnisse der Bodenanalyse geben Aufschluss darüber, ob eine Kalkung der Weidefläche sinnvoll ist. Wir empfehlen: Mergelkalk, kohlensauren Kalk oder Konverterkalk. Ziel der Kalkung ist die ph-Wert-Anhebung auf zu sauren Böden. Das Kalken der Pferdeweide kann bereits vor der Düngung erfolgen – auch auf Schnee und gefrorenem Boden. Falls die Weide im vergangenen Jahr nicht „abgeäppelt“ wurde, empfiehlt es sich, die Fläche erst abzuschleppen und anschließend mit Branntkalk oder Perlkalkstickstoff abzustreuen.

Pferdeweide Düngen – wann und wie?

Der Untersuchungsbefund der Bodenanalyse gibt weiterhin Aufschluss über die im Weideboden vorhanden Nährstoffe. Zusammen mit den bereits angestellten Überlegungen über die Nutzung kann nun die Düngung bedarfsgerecht geplant und durchgeführt werden.

Das Düngen der Pferdeweide kann grundsätzlich mit Beginn der Vegetation, also im Frühjahr erfolgen. Hinweis: Beginnen Sie mit dem Düngen erst, wenn die Bodentemperatur ca. 10°C erreicht hat.

Wichtig zu wissen ist, daß sich der Bedarf einer stark beweideten Fläche im Gegensatz zu einer „normalen“ Fläche (2 ha mit 4 Pferden) deutlich, nämlich um ca. 2/3 erhöht. Auch wenn Absetzter, Jährlinge oder zweijährige Pferde darauf weiden, ändert sich der Düngebedarf. Hier sollte ein Spurenelementdünger eingesetzt werden.

Unser Tipp: Eine intensiv genutzte Fläche in ca. 4 Parzellen aufteilen, diese im Abstand von ca. 14 Tagen mit Dünger versorgen.

Weidepflege nach der ersten Beweidung

Nach der ersten Beweidung sollte die Pferdeweide abgemäht, geschleppt, nachgesät und gewalzt werden. So kann die Nachsaat zusammen mit dem zweiten Aufwuchs der bestehenden Grasnarbe heranwachsen. Bei hohem Besatz, wie in unserem Beispiel, und wenn nicht bereits im Frühjahr gedüngt wurde, sollte jetzt nachgedüngt werden. Bei normalem Besatz genügt oft eine Düngung einmal pro Jahr um die Pflanzen ausreichend zu versorgen.

Wichtig:

Jede nicht gedüngte Pferdeweide verarmt und birgt Risiken für die Pferde, die sich davon ernähren! Es wirkt sich für die Pferde sehr nachteilig aus, eine Weide zu sehr „abmagern“ zu lassen. Pflanzen, die Mangel leiden, speichern alle verfügbaren Stoffe, die ihrer Ernährung dienen können. Das sind unter anderem auch Fruktane! Diese Stoffe können dann bei Pferde Hufrehe auslösen, aber auch Magen- und Darm-Probleme hervorrufen.

Für spezielle Fragen rund um Ihre Pferdeweide nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf!


Bildquelle: Kräuterwiese

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