Pferdeweide oder Ententeich

Was tun, wenn die Pferdeweide unter Wasser steht?

Viele Pferdeweiden in Deutschland stehen nach den Starkregenfällen in den letzten Monaten im wahrsten Sinne unter Wasser oder tun es spätestens, wenn der Boden wieder aufgetaut ist. Was die Enten freut, treibt den Weidebesitzern Sorgenfalten auf die Stirn. Wie und wann kann die nasse Pferdeweide überhaupt für die Weidesaison vorbereitet werden? Denn jeder Besitzer einer Pferdeweide weiß: nur gut vorbereitete Weiden sichern eine ausreichende Grünfutter-Versorgung in der Weidesaison.

Weidepflege im Frühjahr - die Maßnahmen

  1. Walzen, schleppen und striegeln, um den Boden zu verdichten, Unebenheiten zu beseitigen und abgestorbenes „Altgras“ zu entfernen

  2. Pferdeweide wenn nötig kalken: steigert den PH-Wert, schränkt das Vermoosen ein, verdrängt “Ungräser” und tötet ggf. Parasiten im Boden ab

  3. Düngen und säen, um den wertvollen Futterpflanzen ausreichend Nahrung bereitzustellen und karge Stellen wieder mit wertvollen Gräsern und Kräutern zu “bestücken”

Während Kalken auch auf Schnee erfolgen kann, ist bei den weiteren Pflegemaßnahmen dringend ein fester Boden erforderlich – ohne aufgestaute Wasserflächen. Wird die Weidepflege zu früh durchgeführt, kann die Pferdeweide nachhaltig beschädigt werden.

Viele wichtigen Weidepflanzen für Pferde vertragen Staunässe nicht. Zudem führt ein sehr nasser Boden dazu, dass er versauert und sich unerwünschte Pflanzen wie Sauerampfer, Binsen oder Hahnenfuß ausbreiten.

Wie bekommen Sie die nasse Pferdeweide wieder trocken?

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie die nassen Weideböden schneller wieder trocken bekommen, um zeitnah mit der Weidepflege beginnen zu können.

  • Gräben und Rinnen: Sollten  Gräben vorhanden sind, sollten diese jetzt von Schlamm, Pflanzenresten und Unrat befreit werden, damit sie das Wasser aufnehmen und weitertransportieren können. Kleinere Stauflächen auf der Wiese sollten mit Hilfe von Rinnen, die das Wasser in die umliegenden Gräben leiten, entwässert werden. Hierfür genügt es häufig schon, mit Spaten und Schaufel kleine Abläufe zu schaffen.

  • “Maulwurfkanäle”: Um größere Weideflächen vom Wasser zu befreien ohne die Grasnarbe zu nennenswert zu schädigen empfiehlt es sich, “Maulwurfkanäle” zu setzen. Die entsprechenden Geräte können auch von kleineren Traktoren verwendet werden.

  • Drainagen: Sind bereits Drainage-Rohre vorhanden, sollten diese jetzt gereinigt werden, damit das Wasser besser abfließen kann. Bei Pferdeweiden, die immer wieder zu Staunässe neigen, empfiehlt es sich, eine langfristige Drainage mit in der Erde verlaufenden Rohren zu setzen. Dies erscheint zwar im ersten Schritt sehr aufwendig, rechnet sich langfristig jedoch häufig.

  • Entwässerungsgräben: Unter Umständen ist es sinnvoll bzw. nötig, größere Entwässerungsgräben neu anzulegen, um nasses Weideland dauerhaft besser nutzbar zu machen.

Ist die Weide ausreichend getrocknet, sollten zügig die weiteren Weidepflege-Maßnahmen erfolgen. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Weide-Tipps weiterhelfen konnten. Falls Sie noch weitere Fragen zum Thema “Pflege von Pferdeweiden” haben – wir sind gern für Sie da!


Bildquelle: Kräuterwiese Pferdefutter

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