Pferdeweide richtig kalken

Warum ist das Kalken ein wichtiger Bestandteil der Weidepflege ?

Eine gute Weidepflege ist die Kombination aus vielen verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören das regelmäßige Absammeln der Pferdeäpfel, das Ausmähen, das Düngen und Nachsäen, aber vor allem auch das regelmäßige Kalken.

Wie gehen Sie beim Kalken Ihrer Pferdeweide richtig vor?

Im ersten Schritt sollten Sie vor dem Kalken Ihrer Pferdekoppel den ph-Wert des Bodens bestimmen, um herauszufinden, wie viel Kalk die Fläche benötigt. Je nach dem ermittelten Wert wird dann die Art, die Menge und die Häufigkeit der Kalkung auf den Bedarf des Bodens abgestimmt. 

Den aktuellen pH-Wert kann Ihnen eine Boden-Analyse ermitteln. Diese Analysen werden von unterschiedlichen Institutionen und Laboren angeboten. Das passende Institut in Ihrer Gegend finden Sie im Internet. In den Auswertungen werden Ihnen dann nicht nur der festgestellte ph-Wert zusammen mit weiteren Werten zum Versorgungszustand des Bodens genannt. Sie erhalten auch den Wert, der für Ihren Boden anzustreben ist und eine daraus resultierende Kalkungs- und Dünge-Empfehlung. Wichtig ist, daß Sie bei der Beauftragung des Institutes darauf hinweisen, wie die Fläche genutzt wird: z.B. Pferdeweide oder Mähwiese!

Grundsätzlich sollte der anzustrebende ph-Wert je nach Art des Bodens meist zwischen ca. 5,3 und 7 liegen. Er sollte also nahezu neutral sein. Um den richtigen pH-Wert langfristig auch halten zu können, empfiehlt es sich, auf den Flächen regelmäßig einmal im Jahr eine "Erhaltungskalkung" auszubringen.

Zu welcher Jahreszeit ist eine Kalkung am sinnvollsten?

Eine Kalkung kann grundsätzlich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Es empfiehlt sich jedoch der späte Herbst oder das sehr zeitige Frühjahr, da die Weideflächen über die Wintermonate nicht genutzt werden und diese Maßnahme ausreichend Zeit hat, ihre Wirkung zu entfalten. Außerdem können eventuell  für die Kalkung der Weiden eingesetzte Maschinen auf gefrorenem Boden deutlich weniger Schaden durch Fahrspuren anrichten.  

Warum ist das Kalken der Pferdeweide sinnvoll?

  • Ohne Moos, mehr los!
    Eine regelmäßige Kalkung verhindert übermäßige Moosbildung, denn Moos breitet sich auf den Weiden bei Kalkmangel und niedrigen pH-Werten besonders gut aus. Mit regelmäßiger Weide-Kalkung wird das Moos auf natürliche Weise verdrängt und die wichtigen nahrhaften Gräser können sich wieder besser entfalten. 

  • Ein “aktiver” Boden ist ein guter Boden!
    Kalk aktiviert das Bodenleben und beseitigt "Bodenmüdigkeit". Er sorgt für einen pflanzen- und bodengerechten pH-Wert und eine gute Bodenstruktur. Dadurch wird die Tätigkeit der Kleinstlebewesen und folglich die Bodenfruchtbarkeit gefördert. Kalk lockert schwere Böden und macht so auch die Bearbeitung leichter. Mit dem richtigen Kalkgehalt im Weideboden kommen wichtige Nährstoffe für Ihre Pferde voll zur Wirkung, da die Wasser-, Luft- und Wärmezirkulation optimiert wird.

Welcher Kalk passt zu Ihrer Pferdeweide?

Kohlensaurer Kalk

Der vielseitig einsetzbare kohlensaure Kalk ist für die Kalkung von Pferdeweiden, Rasenflächen aber auch für Ziergärten sowie im Gemüse-, Obst- und Weinbau geeignet. Kohlensaurer Garten- und Weidekalk neutralisiert die Säure im Boden. Diese entsteht durch natürliche Abbau- und Auswaschungsprozesse und würde ohne Kalkung schnell überhand nehmen. Der pH-Wert des Weidebodens würde stark sinken.

Algenkalk 

Ob als Pulver oder Granulat, bietet Algenkalk zusätzliche Nährstoffe aus dem Meer für Ihre Pferdeweide. Algenkalk ist natürlicher Kalk, mit einem Plus an Magnesium und vielen weiteren Spurenelementen. Er sorgt für eine nahezu lückenlose Versorgung des Bodens. Die Nährstoffe können besser gespeichert werden und das Bodenleben wird aktiviert.

Gut zu wissen! Algenkalk und Kohlensaurer Kalk sind für den kontrollierten biologischen Anbau nach EG-Öko-Verordnung zulässig.

Weitere Kalkprodukte

Auf dem Markt sind noch eine Vielzahl weitere natürliche Kalkprodukte erhältlich, die je nach Bedarf eingesetzt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Bentonit (vor allem für sandige Böden)
  • Urgesteinsmehl (aus Vulkangestein)
  • Dolomitkalk (kohlensaurer Magnesiumkalk)
  • Naturkalk aus Kreidekalk.

Bei Fragen zur richtigen Pflege Ihrer Pferdeweide stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite!


Bildquelle: Kräuterwiese

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